Poesie kommt nie aus der Mode

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copyright Michaela Bär

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Als ich über die Homepage von Poesiebriefkasten gestolpert bin wurde mir ganz warm ums Herz. Da ist die Rede von einer Dame, namens Katharina Schweissguth, die eine simple Idee hatte. Ein roter schlichter Briefkasten, mit der Aufschrift: Poesie. Der hängt im Münchner Stadtteil Obergiesing und wird zahlreich befüllt. Ich finde das super und sage: schreibt um euer Leben, meine Lieben!

In der heutigen Zeit, in der alles so furchtbar hektisch ist findet kaum noch  jemand einen friedlichen Moment um seine Gedanken zu ordnen. Wir hetzten von einem Termin zum nächsten, halten uns an Erinnerungen, die wir auf dem Smartphone gestellt haben. Wer denkt schon über mehr als die täglichen Sorgen nach? Gerade jetzt, wo sich so vieles rasch verändert, die Welt sich noch schneller zu drehen scheint, ist ein bisschen Ruhe kostbar. Da setzen sich Menschen ganz gleich welcher Art hin und schreiben. Mehr ist es nicht.

Miteinander vortragen, zuhören, ein offenes Ohr haben ist also nicht unmöglich. Das zeigt, der prall gefüllte  Veranstaltungskalender.  Es treffen sich Menschen, die ihre Werke vortragen, sich Zeit nehmen füreinander.

Herzergreifend finde ich diese Aktion! Genau das ist so wichtig: zuhören. Einfach mal die anderen sprechen lassen, darüber nachdenken. Selbst seine Gedanken zu Papier bringen. Sich zurücknehmen aus dieser hektischen Welt, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, anstatt immer nur mit dem Finger auf die anderen zu zeigen. Poesie ist nicht nur ein rhythmisches Gedicht, ein Vierzeiler, der sich reimt und beflügelt. Die großen Dichter, wie Goethe und Schiller hatten mit ihren Werken keine steigenden Absatzzahlen oder Imagepflege im Sinn. Da ging es um Inhalt. Deshalb sage ich euch meine Lieben: schaltet die Welt einen Moment aus, setzt euch hin, schreibt auf, was ihr denkt. Schickt es an:

Poesiebriefkasten Kontakt . Nichts ist wichtiger, als sich mit sich selbst zu befassen.

Gibt es vielleicht schon ein paar Zeilen, die euch im Kopf rumschwirren? Dann schreibt sie hier als Kommentar dazu. Ich bin neugierig und erwarte freudig eure Gedanken, eure Ms Bear.

Willst du dich selber erkennen, so sieh, wie die andern es treiben! Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz! (Friedrich Schiller)

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  1. Oft überfliege ich „fremde“ Blogs immer nur; man hat ja kaum noch Zeit intensiv zu studieren, aber diesen Blog werde ich mir oben in der Lesezeichen-Favoriten-Leiste meines Browsers fest anpappen 🙂 Herzlichen Dank dafür und herzliche Grüße aus Hamburg.

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